Vier ASC-Fahrer Finisher beim ByBike-Marathon

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Sonntag, 12 Juni 2011, ca. 16.30 Uhr, Bonn Bad Godesberg: Da ist unser Ziel in Sichtweite! Wir geben noch mal richtig Gas, beschleunigen zum xten Mal, fahren aber gemeinsam in die Rigal’schen Wiesen ein. Wir haben es geschafft und sind stolz darauf: 225 km und 2100 Höhenmeter bei einer Fahrzeit von knapp 8 Stunden! Mein Radcomputer zeigte einen Schnitt von respektablen 28,3 km/h an!

Wir, das sind Jan Roelfszema, Manfred Landeck, Jürgen Ahrendt. und Uli Rohde von der Radsport-Abteilung des Alfterer SC. Und die Rede ist von der ByBike-Tour 2011, deren Strecke quer durch die Eifel von Bonn ins belgische Eupen und wieder zurück führt. Für Manfred und mich war es die zweite Teilnahme nach 2010, Jan und Jürgen hatten Premiere.

Die ByBike-Tour, das ist der inzwischen überregional bekannte Radmarathon im Rheinland und der Provinz Liège durch die Eifel. Es handelt sich um eine Non-Profit-Veranstaltung mit wenigen Sponsoren und ist ausdrücklich kein Radrennen. Dieses Jahr war Sturmvogel Bonn der Veranstalter, der die Tour hervorragend organisierte: exemplarisch zu nennen sind die Ausschilderung der Strecke, die GPS-Dateien der Streckenführung, die drei Verpflegungsstationen, der Foto-Service etc.

 Seit Anfang Januar 2011 haben wir fast ausnahmslos samstags, mittwochs und manchmal donnerstags für dieses Saison-Highlight trainiert. So hatte ich bis Mitte Juni dieses Jahres ca. 4500 km und jede Menge Höhenmeter in den Beinen. Gerade in den letzten Wochen haben wir bewusst längere Trainingsstrecken gewählt. Dabei waren Touren zum Rurstausee, die Kehren von Reifferscheid und einige schöne RTFs in der Region.

Welche Erinnerungen von der ByBike-Tour sind geblieben? Im folgenden einige Szenen aus der Retrospektive:

Vor dem Start in Bad Godesberg: Gegen 7.15 Uhr verlasse ich unser Haus in Bonn-Ippendorf und rolle mich ein. Es geht durch den kühlen Wald direkt nach Bad Godesberg. Beim Einbiegen zum Start begegne ich der Polizei, die mich freundlich begrüßt und alle Teilnehmer später aus Bad Godesberg in Richtung Wachtberg mit Blaulicht eskortieren wird. Jan, Jürgen und Manfred warten schon einige Minuten in unserem Startblock, ich reihe mich ein. Die Wetterbedingungen sind gut, es ist kein Regen prognostiziert, aber auch keine extreme Hitze wie im letzten Jahr. Erste Enttäuschung: es haben sich nur ca. 280 Fahrer heute morgen gemeldet. Das ist vermutlich der Terminüberschneidung mit dem Bonn-Triathlon am selben Tag geschuldet. Schade, letztes Jahr waren es 500 Teilnehmer. Dennoch gute Startatmosphäre, es kann losgehen!

Szenenwechsel – Irgendwo hinter Kirchheim: die Strecke ist noch relativ flach, aber wir haben Gegenwind. In unserer Gruppe, die vielleicht aus 100 Fahrern besteht, will keiner so recht die Arbeit machen. Das anfänglich hohe Tempo nimmt immer mehr ab, jeder möchte im Windschatten des anderen fahren. Das ist verständlich, denn Du kannst in einer Gruppe dieser Größenordnung bedingt durch die Sogwirkung ohne große Anstrengung 45 – 50 km/h fahren. Davon können wir heute jedoch nur träumen. Also zeigen wir uns als ASC-Team vorne und fahren einen großen Teil der Strecke bis zur ersten Verpflegungsstation bei Nideggen im Wind.

Dann kommen die ersten Berge in Richtung Hohes Venn, es geht hinauf nach Schmidt. Die große Gruppe wird immer mehr auseinander gerissen. Auch wir haben - bei der nun folgenden welligen Strecke mit immer noch viel Gegenwind - Mühe zusammen zu bleiben. Wir warten aufeinander und passieren kurz vor Eupen die deutsch-belgische Grenze. Nach reichhaltiger Verpflegung kommt nun hinter Eupen der schlechteste Streckenabschnitt, eine alte Betonstraße, die ausschließlich Schlaglöcher, Risse und riesige Fugen zu haben scheint, und das ganze über eine Länge von ca. 12 km mit einer durchschnittlichen Steigung von 4-5 %. Bald ist die Grenze erneut wieder erreicht, wir können aufatmen!

Szenenwechsel – die deutsch-belgische Grenze ist das zweite Mal überquert (bei Mützenich). Hinter Monschau schließt sich eine rasante Abfahrt an, doch dann stehen wir! Das ist Kalterherberg, ca. 560 m über NN, der Ort, in dem es oft besonders kalt ist und der damit seinem Namen alle Ehre macht. Das trifft heute nicht zu. Wir haben auf der Strecke Werte um 18° – 20° C. Die ARD betreibt hier übrigens eine Wetterstation.

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Mein Garmin zeigt in der Spitze 18 % an, doch die steile Rampe haben wir schnell hinter uns. Bald sind es nur noch 9-10 %. Nach einigen Kilometern wird die Straße wieder flacher, und der Rückenwind hilft uns bei der Bewältigung der letzten 100 km.

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 Wieder Szenenwechsel – nach ca. 150 km hinter einem steilen Anstieg zwischen Schleiden und Kall: Manfred ist weg! Wir warten und warten, aber Manfred ist nicht zu sehen. Auch ein Anruf auf seinem Handy bleibt ohne Erfolg. Hat er kapituliert? War das seinem einwöchigen Angel-Urlaub geschuldet, in dem er nicht trainieren konnte?! Nach weiteren Minuten Wartezeit haben wir Klarheit. Uns passieren Mitfahrer, die Manfred sahen als er mitten auf dem Anstieg vom Rad stieg und in den Büschen verschwand...Bald taucht er wieder gut gelaunt auf, wir können im Viererzug weiter fahren und die letzten 75 km bis Bad Godesberg in Angriff nehmen.

Fazit: wir sind mit glücklichen Gesichtern ins Ziel gefahren, keiner von uns ASC-Fahrern hatte Schmerzen (zugegeben). Die vielen gemeinsamen Trainingsfahrten haben sich gelohnt! Wir haben super zusammen gearbeitet! Die Strapazen der Strecke haben uns noch mehr als Team zusammengeschweißt!

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Ein Bericht von Uli Rohde

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