Winter-Radsportsaison 2009-2010
Wenn sich im Oktober des Jahres die „offizielle“ Rennrad-Saison zum Ende neigt, freue ich mich immer auf die Winterserie. Nein nicht die im weiten Umfeld bekannte ASC-Volkslaufserie, sondern die weniger bekannten Winterausflüge mit dem Crossrad. Bislang pflegen nur wenige Mitglieder der Radsportabteilung diese Tradition. Immer wieder eine abwechslungsreiche Herausforderung für Mensch und Material, wobei wir am Ende der Straßensaison 2009 nicht ahnen konnten, was Vater Winter uns diesmal bieten würde.
Die ersten Ausflüge im Wald sind noch ein wenig geprägt vom Straßenfahren und wirken auf dem etwas anderen Belag der Waldwege und Schotterstraßen noch gewöhnungsbedürftig. Direkt ab Treffpunkt Hertersplatz fängt der Fahrspaß an. Viele für Straßenfahrer unbekannte Wege führen in den Kottenforst hinauf. Keine nervenden Autofahrer, ein wunderschönes Waldgebiet mit hunderten von Kilometern Waldwegen und Alleen, die förmlich dazu einladen sie zu fahren. Allmählich kommt das typische „Offroad-Fahrgefühl“ wieder zurück, mit jedem Tritt spürt man die Kraftübertragung und seine Auswirkung auf das Hinterrad. „Richtig dosieren“ heißt das wichtigste Motto und vorausschauend fahren, damit „Hindernisse“ und schwierigere Streckenabschnitte rechtzeitig erkannt werden. Auch Lenken bekommt eine ganz andere Bedeutung. Mit geringerer Geschwindigkeit, mancher Unebenheit und deutlich weniger Haftung wird der gesamten Körper herausgefordert und man spürt nach einer Tour nicht nur die Beinmuskulatur. Es können auch weitaus schwierigere Waldwege gefahren werden und auch kleinere Steigungen und Abfahrten machen mächtig Spaß.
Sobald die Herbstsaison dann definitiv dem Winter den Platz überlassen hat, werden die Herausforderungen noch ein wenig härter, dafür die Belohnung aber auch umso mitreißender. Ab November haben wir (Manfred, Ulli, Arnim und Jan) uns regelmäßig, allerdings in wechselnde Zusammensetzung, am Samstag Nachmittag getroffen und uns einen Weg durch das „weiße Gold“ gesucht. Wir haben dabei manches Kopfschütteln oder teilnahmsvolle Blicke ernten müssen, aber immer stellte sich heraus, dass wir das einzig Richtige bei diesem Wetter gemacht haben, nämlich Radfahren und die wunderschöne Natur voll genießen. Wenn wir dann kurz vor dem Anstieg nach Hilberath rechts ab in den Wald hineingefahren sind und uns den Waldweg „hochgequält“ hatten, entschädigten uns die Sonnenstrahlen in den mit Schnee und Reif bedeckten Bäumen und die herrlichen Aussichten für unsere Anstrengungen. Dann ging es wieder durch den Wald von Todenfeld zur Waldkappelle und über die Wald- und Feldwege weiter. Auch entlang der Waldränder von Flerzheim und Weilerwist sind wir viele herrliche Kilometer zwischen Sonne und Schatten gefahren. Insbesondre wenn wir dabei zuerst eine „Spur ziehen“ mussten war die Aufregung groß, die Anstrengungen aber auch. Auch wenn das Fahren nicht immer einfach war, haben wir nur wenige Meter schieben müssen. Lediglich das Fahren auf einer geschlossenen Schneedecke und frisch gefrorenem Boden war am schwierigsten und zugegeben, dabei sind wir auch ein oder zweimal unfreiwillig abgestiegen.
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 05. April 2011 um 10:05 Uhr



























































































